Programm „Kommission für Klinische Forschung“ fördert akademischen Nachwuchs der Klinik und Poliklinik für Chirurgie

Mit Frau Dr. Marie-Christin Weber und Herrn Dr. Rüdiger Göß zeichnete die Kommission für Klinische Forschung (KKF) gleich zwei wissenschaftlich aktive Mediziner der Chirurgischen Klinik aus

Dezember 2021

Mit dem KKF-Programm ist an der Fakultät für Medizin seit vielen Jahren ein hochwertiges Programm etabliert, das mit zwei Formaten den akademischen Nachwuchs in der Medizin fördert. Das 4-monatige „Einstiegsprogramm“ hat zum Ziel, Vorarbeiten für eine spätere Antragstellung im KKF-Hauptprogramm oder für alternative Freistellungsstipendien zu unterstützen, mit der wissenschaftlichen Infrastruktur in der Medizin vertraut zu werden und somit den Einstieg in die Wissenschaft zu ermöglichen. Im „Hauptprogramm“ soll durch einjährige Konzentration auf eine Forschungstätigkeit im Rahmen der Durchführung eines konkreten Projektes der Erwerb wissenschaftlicher Erfahrung und der Weg zur Erlangung eines Profils als „Clinician Scientist“ gefördert werden. Ziel ist es zudem, die Erstellung von Vorarbeiten für eine anschließende Antragstellung bei der DFG oder anderen Förderinstitutionen zu unterstützen. „Mit der 12-monatigen Freistellung für die Forschung, die bei Bedarf flexibel über 2 Jahre hinweg aufgeteilt werden kann, haben junge, klinisch tätige Ärztinnen und Ärzte die Möglichkeit, sich intensiv ihrem Forschungsthema zu widmen und können zudem während der Forschungsperioden mit maximal 20% der regulären Arbeitszeit weiterhin im klinischen Betrieb tätig sein“, so der zuständige Referent für Forschung Dr. Joachim Grammer.

Dr. Marie-Christin Weber
Klinik und Poliklinik für Chirurgie
Foto: Klinikum rechts der Isar
Dr. Rüdiger Göß
Klinik und Poliklinik für Chirurgie
Foto: Klinikum rechts der Isar



Univ.-Prof. Helmut Friess, Direktor der Klinik und Poliklinik für Chirurgie des Klinikums rechts der Isar, hält die Förderung des akademischen Nachwuchses in der Chirurgie für unerlässlich und freut sich, dass gleich zwei Mitarbeitende seiner chirurgischen Klinik aktuell eine Förderzusage für das KKF-Hauptprogramm bekommen haben. Prof. Friess sagt dies aus voller Überzeugung, er hat selbst eine Stiftung, die seit 2008 auch die Aus-, Fort- und Weiterbildung des chirurgischen Nachwuchses an der Chirurgischen Klinik des Klinikums rechts der Isar fördert.

Frau Dr. Marie-Christin Weber untersucht in ihrem Forschungsprojekt die zellulären und molekularen Prozesse der Heilung intestinaler Anastomosen, also Nahtverbindungen nach Darmoperationen, beispielsweise beim kolorektalen Karzinom. Dies soll dazu beitragen, zielgerichtete Therapien zu entwickeln, die postoperative Komplikationen und Heilungsstörungen wie Anastomosen-Insuffizienzen verhindern können. Insbesondere möchte die Chirurgin die Rolle der Serosa (die innere Organe überziehende Haut) und der dort ansässigen Mesothelzellen (Zellen, die unsere inneren Organe wie Lunge, Leber, Magen und Dickdarm bedecken) bei der intestinalen Anastomosenheilung erforschen.

Ihr Kollege Herr Dr. Rüdiger Göß widmet sich dagegen dem Pankreaskarzinom, einem Tumor, der eine frühe und häufige Metastasierung vor allem in der Leber aufweist. Frühere Arbeiten konnten zeigen, dass die Aufhebung der Nervenversorgung des Pankreas das Tumorwachstum entschleunigen kann. Jedoch wurde bisher nicht analysiert, ob die Unterbrechung der Nervenversorgung im Zielorgan der Metastasierung, d.h. in der Leber, die Streuung des Tumors beeinflussen kann. In seinem Projekt „Einfluss der Leberinnervation auf die Metastasierung im Pankreaskarzinom“ möchte er nun die Untersuchung der Nerven auf die Leber ausweiten und den Einfluss der Leberinnervation auf die Entwicklung und den Progress von Lebermetastasen untersuchen. So können neue chirurgische Therapieansätze für die Behandlung von Metastasen beim Pankreaskarzinom generiert werden.

Wir gratulieren Frau Dr. Weber und Herrn Dr. Göß sehr herzlich zu dieser Auszeichnung und wünschen bei den Forschungsprojekten viel Erfolg. Falls Sie sich für das intramurale Förderprogramm (KKF) interessieren, können Sie sich hier gerne weiterführend informieren.

Weiterführende Informationen:

KLINIKUM RECHTS DER ISAR/KLINIK UND POLIKLINIK FÜR CHIRURGIE:

Das Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München widmet sich mit 1.161 Betten und rund 6.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Krankenversorgung, der Forschung und der Lehre. Jährlich profitieren rund 65.000 Patientinnen und Patienten von der stationären und rund 265.000 Patientinnen und Patienten von der ambulanten Betreuung. Das Klinikum ist ein Haus der Supra-Maximalversorgung, das das gesamte Spektrum moderner Medizin abdeckt. Seit 2003 ist das Klinikum rechts der Isar eine Anstalt des öffentlichen Rechts des Freistaats Bayern.

„Wissen schafft Heilung“ – das ist der Leitsatz der Medizin an der TU München. Er steht für eine besonders enge Verbindung zwischen medizinischer Forschung und Versorgung der Patienten: Jede neue Erkenntnis der Ärzte und Wissenschaftler kommt hier den Patienten möglichst direkt zugute. Und die Anforderungen, die die Ärzte in ihrer täglichen Arbeit für die Patienten erfahren, wirken sich wiederum auf die Zielsetzung der Forschungsprojekte aus. So arbeiten die Ärzte und Wissenschaftler von Klinikum rechts der Isar und Fakultät für Medizin Hand in Hand daran, sowohl den Patienten von heute als auch denen von morgen bestmögliche Hilfe anbieten zu können. Mit dieser Philosophie ist die Medizin der TUM international erfolgreich: Das Klinikum rechts der Isar und die Fakultät für Medizin der TUM stehen gemeinsam für Medizin mit weltweitem Renommee – in Patienten-versorgung, Forschung und Lehre.

Die Klinik und Poliklinik für Chirurgie beinhaltet die Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Transplantationschirurgie. Unter der Leitung von Prof. Dr. Helmut Friess betreut unser Team aus rund zehn spezialisierten Oberärzten und 30 Fach- und Assistenzärzten sowie einer hochmotivierten Pflege unsere Patientinnen und Patienten umfassend und individuell. Unsere Klinik ist ein von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziertes Darmkrebs- und Pankreaskarzinomzentrum. Wir sind Teil des zertifizierten Onkologischen Zentrums des Klinikums rechts der Isar. Darüber hinaus sind wir ein von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie ausgezeichnetes Exzellenzzentrum für die operative Behandlung von Speiseröhre und Magen, ebenso sind wir als Exzellenzzentrum für Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse benannt. Durch Spitzenforschung sowie durch die Stiftung Chirurgie TU München und damit verbundene Sonderfinanzierungen bewahrt sich unsere chirurgische Klinik einen technologischen Vorsprung gegenüber anderen Kliniken.

STIFTUNG CHIRURGIE TU MÜNCHEN:
Die Stiftung Chirurgie TU München ist eine Stiftung des bürgerlichen Rechts, anerkannt durch die Regierung von Oberbayern (Az. Regierung von Oberbayern: 12.1-1222.1M/C-11). Ziel der Stiftung ist die finanzielle Unterstützung der Klinik und Poliklinik für Chirurgie am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München. Die Stiftung ermöglicht über Spenden von Privatpersonen, Patientinnen und Patienten, die Weiterentwicklung der Klinik und Poliklinik für Chirurgie und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in vielfältiger Art und Weise zu fördern. Sie setzt sich beispielsweise ein für Forschung und medizinischen Fortschritt, gut aus- und weitergebildetes Personal sowie bauliche Erneuerungen. Jede Spende ist willkommen. Sie erhalten eine steuerlich absetzbare Spendenbescheinigung.

Für Rückfragen steht zur Verfügung:

Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München – Klinik und Poliklinik für Chirurgie, Direktion Chirurgie, Univ.-Prof. Dr. med. Helmut Friess Tel.: +49 89 4140- 2121,
E-Mail: helmut.friess@tum.de

Professor. Dr. Friess, Direktor der Klinik und Poliklinik für Chirurgie
Univ.-Prof. Dr. med. Helmut Friess
Direktor der Klinik und Poliklinik für Chirurgie

Experten-Ranking

Univ.-Prof. Dr. H. Friess
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– vom Nordkap bis nach Tarifa, 6.500 Kilometer mit dem Fahrrad für die Stiftung Chirurgie TU München

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Chirurgische Forschungsgruppe "MITI"

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Deutsch-afrikanische Klinikpartnerschaft


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